Eigengefährdung bei Lawineneinsätzen
Im bayerischen Alpenraum und auch in den Mittelgebirgen waren die letzten Tage mehrere Lawinenabgänge mit Verschüttungen zu verzeichnen.
Für die Rettungskräfte der Bergwacht Bayern bedeuteten diese Lawinenabgänge vermehrt Einsätze, verbunden mit sehr großen Gefahren.
Auf Grund dieser gefahrenvollen Lawineneinsätze die mehrmals bei Gefahrenstufe 4 der europäischen Gefahrenskala durchzuführen waren, möchten wir nochmals auf die Ausbildungsinhalte vom „Arbeitsheft Lawine“ hinweisen.
Dieses Arbeitsheft beinhaltet neben Checklisten auch Listen zur Personaleinteilung und Dokumentation. Unter Punkt 5 „Standards der persönlichen Schutzausrüstung“ ist ab Gefahrenstufe 3 der ABS– Lawinenrucksack vorgeschrieben.
Beim Lawineneinsatz mit Hubschraubern muss aus Sicherheitsgründen zur Vermeidung von Fehlauslösungen, vor dem Einsteigen in den Hubschrauber der Auslösegriff abgedockt werden. Der Flugeinweiser ist verpflichtet den abgedockten Auslösegriff zu kontrollieren. Nur so kann ein eventueller Unfall durch das Fehlauslösen eines ABS-Rucksackes im Hubschrauber vermieden werden.
Die ABS-Lawinenrucksäcke funktionieren nur, wenn die Anwendung und das Tragen durch die Bergretter mehrmals und richtig geübt wurde. Am Hochgrat wurde dem bis heute Vermissten der ABS-Lawinenrucksack vom Rücken gerissen.
Otto Möslang Rettungsdienst Ausschuss BWB
Anlagen:
- Arbeitsheft Lawineneinsatz
- Gebrauchsanweisung ABS–Rucksack
- Sicherheitsinformation ABS Rucksack im Hubschrauber

