Stufenweise Inbetriebnahme der Simulationsanlage


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Nach nur 14 Monaten Bauzeit wurde Ende letzten Jahres die Simulationsanlage für die Berg- und Luftrettung erstmals in Betrieb genommen. Nach der mehrjährigen Entwicklungszeit und der wachsenden Erwartungshaltung wollten wir rasch die gewünschten Trainingsveranstaltungen anbieten.

Der geplante Zeitraum bis zur vollen Inbetriebnahme der Anlage war damit sehr knapp  bemessen.

Es wurden bisher etwa 100 Fachausbilder geschult, für 60 Anwärter Grundausbildungen durchgeführt und 140 Ergänzende Besatzungsmitglieder sowie 110 Unterwiesene Einsatzkräfte geschult. Die Probetrainingsabläufe haben bereits eine Trainingsintensität aufgezeigt, die vorher nicht für möglich gehalten wurde (27 Flugstunden und 400 Rettungswinden-, bzw.  Rettungstaumanöver an einem Wochenende). Die Erfahrungen für die Ausbildung sind außerordentlich gut, die Konzeption der Anlage als richtig bestätigt. Die sehr intensive Nutzung war auch eine sehr wertvolle Erfahrung für die Organisation des Lehrbetriebs und die Auswirkungen auf die Technik.

In diesen ersten Betriebswochen stellte sich heraus, dass die Abwicklung des Vollbetriebs und die parallele Fertigstellung der technischen Ausstattung sowie die Einweisung des Ausbilder- und Betriebsteams nicht gemeinsam möglich sind. Da verschiedenste Bauteile ausgetauscht und überprüft werden müssen kann nicht garantiert werden, dass jeweils wieder zum Wochenende die Anlage betriebsbereit laufen kann. Zudem müssen wir noch etwa drei Arbeitsmonate bis zur abschließenden TÜV-Abnahme der Anlage einplanen.

Beispielsweise müssen vorher noch alle Kraftmesssysteme in die Steuerungsanlage eingebunden werden - diese stellen eine rechtzeitige Abschaltung der Rettungswinde und des Hubwerks bei gefesselter Maschine sicher. Weiterhin muss der Gesamtaufbau der Rettungswinde noch so eingestellt werden, dass es keine Schlappseile und Seilbeschädigungen geben kann, möglicherweise müssen hier auch Bauteile verstärkt werden. Einen weiteren wesentlichen Punkt stellt die Betriebssicherheit der Krananlage dar. Ab Montag werden systematisch verschiedene Fehler in der aufwändigen Steuerungsanlage gesucht, die immer wieder zu Abschaltungen des Systems führen.

Wir wollen in jedem Fall verhindern, dass Einsatzkräfte die zur Schulung in das Zentrum kommen, die Anlage nicht im erforderlichen Umfang nutzen können.  Aus diesem Grund kann erst ab Ende Mai mit der stufenweisen Inbetriebnahme der Anlage begonnen werden. Zuerst werden dann die Ergänzenden Besatzungsmitglieder (Mitglieder der Einsatzleitgruppen) trainiert, dann die Unterwiesenen Einsatzkräfte (Aktiven Einsatzkräfte) der Bergrettungswachen im Hochgebirge und abschließend die weiteren Unterwiesenen Einsatzkräfte in der Bergwacht Bayern.

Alle "Grundausbildungen Luftrettung" und Module "Fachausbilder Luftrettung" werden wie geplant durchgeführt. Die neuen Termine für die Trainingsmaßnahmen der Ergänzenden Besatzungsmitglieder und Unterwiesenen Einsatzkräfte werden bald möglichst mitgeteilt.

Für den teilweise unnötig aufgetretenen Organisationsaufwand bitten wir um Euer Verständnis.